Winterdienst, Streumittel & Logistik

Dieses Wiki dient als Leitfaden für Kunden und Mitarbeiter, um alle wichtigen Aspekte rund um den Wintereinbruch, die effiziente Schneeräumung und die Logistik von Streumitteln zu verstehen.

1. Gesetzliche Grundlagen & Streuregeln

Die Verkehrssicherungspflicht

Die Verkehrssicherungspflicht (VSP) regelt die Verantwortlichkeit für die Sicherheit auf Gehwegen und Zufahrten. In der Regel wird diese Pflicht von den Kommunen auf die Hauseigentümer übertragen.

  • Zeitraum: Werktags meist von 07:00 bis 20:00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 08:00 oder 09:00 Uhr.
  • Räumbreite: Wege müssen so geräumt werden, dass zwei Fußgänger aneinander vorbeikommen (ca. 1,20 m bis 1,50 m).
  • Haftung: Bei Nichtbeachtung drohen bei Unfällen (Stürzen) zivilrechtliche Schadensersatzforderungen.

2. Übersicht der Streumittel

Je nach Witterung und Untergrund kommen unterschiedliche Mittel zum Einsatz:

  • Streusalz (Siedesalz/Steinsalz): Ein Auftaumittel, das den Gefrierpunkt von Wasser senkt. Äußerst effektiv gegen Glatteis, sollte jedoch wegen der Umweltbelastung (Pflanzen/Tierpfoten) dosiert eingesetzt werden.
  • Streusplitt (Gestein): Ein abstumpfendes Mittel. Es schmilzt das Eis nicht, sorgt aber für sofortige Griffigkeit. Ideal für Gehwege in Kommunen mit Salzverbot.
  • Hobelspäne: Eine ökologische Alternative für leichte Glätte. Sie saugen Feuchtigkeit auf und bieten eine gewisse Rutschfestigkeit, müssen aber nach der Schmelze wieder aufgenommen werden.

3. Winterdienst-Geräte

Manuelle Geräte

  • Schneeschaufeln:
    • Kunststoff: Leicht, leise und schneeschonend (ideal für Pflaster).
    • Edelstahl/Alu: Robust und langlebig, gut geeignet für festgetretenen Schnee oder Eis.
  • Eiskratzer: Zum Aufbrechen dicker Eisschichten, oft mit verstärkter Kante.

Maschinelle Unterstützung

  • Streuwagen: Ermöglichen ein gleichmäßiges Ausbringen von Salz oder Splitt auf größeren Flächen.
  • Anbaugeräte für Stapler: Schneeschilde oder Streugeräte, die direkt an die Gabelzinken montiert werden, um Werksgelände effizient zu räumen.

4. Arbeitsschutz beim Schneeräumen (PSA)

Sicherheit beginnt bei der persönlichen Schutzausrüstung (PSA), um Unfälle und Unterkühlung zu vermeiden:

  • Schuhwerk: Rutschfeste Sicherheitsstiefel (mind. Klasse S3) mit grobem Profil.
  • Bekleidung:
    • Parka: Wasserabweisend und gut isoliert (Wärmeschutz). Idealerweise in Warnfarben für bessere Sichtbarkeit in der Dämmerung.
    • Thermo-Strümpfe: Verhindern das Auskühlen der Füße bei langem Aufenthalt im Freien.

5. Logistik & Anlieferungsformen

Wir bieten flexible Lieferoptionen an, je nach benötigter Menge und örtlichen Gegebenheiten:

  • Paketdienst: Für Kleinstmengen (z.B. Einzelsäcke bis 25 kg) für den privaten Gebrauch.
  • Palettenversand: In der Regel ab 5 Säcken bis zur vollen Palette (ca. 40 Sack à 25 kg). Die Anlieferung erfolgt meist per Hebebühne und Hubwagen.
  • Lose Schüttung (Die 3 LKW-Arten):
    1. Kipplaster: Entlädt das Salz durch Abkippen nach hinten. Erfordert Platz nach oben und ist ideal für Lagerung im Freien.
    2. Schubboden-LKW: Das Material wird horizontal "herausgeschoben". Ideal für die Entladung in Hallen oder niedrigen Gebäuden, da das Fahrzeug nicht kippen muss.
    3. Silo-LKW: Das Salz wird pneumatisch direkt in ein Silo oder einen geschlossenen Behälter geblasen. Staubfrei und effizient.

6. Preisgestaltung & Kalkulation

Warum müssen Preise für Streusalz gelegentlich individuell angefragt werden?

  • Saisonale Knappheit: Bei plötzlichen Wintereinbrüchen steigt die Nachfrage massiv an, was die Marktpreise beeinflusst.
  • Verfügbarkeit: Die Förderkapazitäten der Salzbergwerke sind begrenzt.
  • Transportkosten: Da Salz ein schweres Schüttgut ist, hängen die Kosten stark von der Entfernung zwischen Werk/Lager und dem Lieferort ab. Eine Einzelfallkalkulation garantiert den fairsten Preis für den Kunden.
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